http://www.best-age-conference.com/
 

8. Demographie-Kongress

8. Demographie-Kongress - am 27. und 28. August 2013 im dbb forum berlin

Adobe Symbol Hier gibt es eine erste Übersicht über die Themen des Kongresses. 

Call for Papers

Kommunen stehen beim 8.Demographie-Kongress Best Age im Mittelpunkt. Ohne sie, ihre Strategien, Netzwerke, Innovationen und ihr Engagement, sind die großen Aufgaben, die durch den demographischen Wandel entstehen, kaum zu bewältigen. Wir möchten Kommunen in diesem Jahr ein großes Forum bieten, gelungene Beispiele zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren. Für die Programmgestaltung des 8.Demographie-Kongresses,  laden wir Sie mit unseres diesjährigen Call for Papers sehr herzlich ein, uns bis zum 15. Juli Ihre Vorschläge, bspw. zu den Themen Senioren- und Familienpolitik, Arbeitsmarktstrategien, Personalpolitik, Generationengerechtigkeit, Lokale Bündnisse, Bürgerschaftliches Engagement, Ballungs- und Entleerungsräume zu senden, die wir dann nach Möglichkeit und Absprache ins Programm aufnehmen werden. Wir freuen uns über Einsendungen bis zum 15. Juli 2013 (max. 3.000 Zeichen) auf elektronischem Weg an demographie@behoerdenspiegel.de.



Über den Demographie-Kongress: Kontinuität im Wandel

Deutschlands wichtigste Tagung zum demographischen Wandel – Treffpunkt für Vordenker, Kritiker, Entscheider und Gestalter aus Bund, Ländern, Kommunen, Verbänden und Wissenschaften.

Der Demographie-Kongress „Best Age“ ist traditionell mit den Gestaltern vor Ort stark verbunden. Die Kommunen und die kommunalen Akteure sind die wichtigste Ebene bei der Bewältigung des demographischen Wandels: Stadtplanung, soziales Quartiersmanagement, zukünftige Versorgung in ländlichen Regionen, lokale Pflegeallianzen, Arbeitsplatzbedarf – alles Handlungsfelder mit einer starken lokalen Komponente. Auch in diesem Jahr wird es wieder zahlreiche nachahmungswerte Beispiele erfolgreicher Projekte und Initiativen geben.

Der Demographie-Kongress des Behörden Spiegel ist kontinuierlicher Begleiter der Prozesse und Akteure im Themenfeld Demographischer Wandel. Jedes Jahr treffen sich rund 500 Teilnehmern aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbände und Zivilgesellschaft zum Austausch. In den vergangenen Jahren gingen wichtige Impulse von der Konferenz aus, so wurde hier schon frühzeitig (2009) über die Ausgestaltung einer möglichen Demographiestrategie der Bundesregierung diskutiert. Schon 2008 beschäftigte sich der Kongress intensiv mit einer neuen Zeitpolitik und seit Beginn 2006 setzt der Kongress die Notwendigkeit einer demographiesensiblen Personalpolitik im Öffentlichen Dienst auf die Agenda.

Der Demographie-Kongress setzt stets auf aktuelle Themen, Entwicklungen und Diskussionen, Praxisnähe, Austausch und Wissenstransfers.

Das war der 7. Demographie-Kongress

Impulse vom 7. Demographie-Kongress

Bildergalerie/Impressionen

Auf in den Wahlkampf
Demographie wird das entscheidende Thema 2013

Der Wahlkampf 2013 wird von Themen bestimmt werden, die vom demographischen Wandel ausgelöst bzw. stark von ihm beeinflusst sind. Auf dem 7. Demographie-Kongress des Behörden Spiegel wurde positiv aufgenommen, dass Themen wie Fachkräftemangel, Altersbilder, Familienpolitik, Zukunft der ländlichen Regionen, usw., endlich im Zentrum des politischen Handelns stehen. Allerdings bleibt die Befürchtung, dass die dringend benötigte Umsetzung wichtiger Vorhaben weiter auf die Zeit nach der Wahl verschoben wird.

Der Demographie-Kongress des Behörden Spiegel fand genau einem Monat vor dem Demographiegipfel der Bundesregierung am 4. Oktober statt (Sondernewsletter zum Gipfel >>hier zum Download als PDF)Insofern bot der Kongress den rund 400 angemeldeten Teilnehmern Gelegenheit, sich noch vor dem Gipfel mit  Beteiligten persönlich auszutauschen . Viele Ansprechpartner aus wichtigen Demographieressorts waren vor Ort: u.a. Bundesinnenministerium, Bundesfamilienministerium, Bundesverkehrsministerium, Bundeskanzleramt, wie auch die mit Demographie befassten Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen. Auch die Zuständigen für Demographie aus Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen nahmen am Kongress teil, ebenso wie rund 130 kommunale Vertreter, Parlamentsabgeordnete, Wissenschaftler und Verbändevertreter. 

Mittlerweile haben CDU/CSU-Fraktion und die SPD jeweils Positionspapiere zum demographischen Wandel beschlossen. Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen hat ein Papier zur Zukunft der sozialen Infrastruktur in ländlichen Regionen herausgebracht. Neben den ostdeutschen Ländern haben u.a. auch Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz eigene Demographiestrategien entwickelt.

Die SPD setzt beim Thema Altersarmut und Fachkräftemangel auf höhere Löhne (bzw. Mindestlohn). Außerdem sollen die Kommunen gestärkt werden. Die CDU will vor allem die Rahmenbedingungen für Familien verbessern – die CDU/CSU-Fraktion will daher prüfen, ob noch in dieser Legislatur Familienfreundlichkeit "als Querschnittsthema in allen Politikbereichen bei der Gesetzgebung und beim exekutiven Handeln intensiver berücksichtigt werden" kann. Auch interessant: Kindererziehung soll bei der Einstellung im Öffentlichen Dienst positiv berücksichtig werden.

Weitgehend ausgeklammert hat die SPD bislang das Thema Zuwanderung. CDU/CSU positionieren sich in ihrem Papier ähnlich wie die Demographiestrategie der Bundesregierung: inländisches Potential heben und qualifizierte Zuwanderung, möglichst aus EU-Ländern. "Das Band zwischen Zuwanderung und Arbeitsplatz muss erhalten bleiben", erläuterte Dr. Günther Krings, stellv. Vorsitzender der CDU / CSU-Bundestagsfraktion und in der CDU für Demographie zuständig, auf dem Kongress.

Alle blicken derzeit auf die Weiterentwicklung der Demographiestrategie: In neun Arbeitsgruppen werden die wichtigsten Handlungsfelder von Familienpolitik über ländliche Räume bis zur Handlungsfähigkeit des Staates bearbeitet. Im April/Mai 2013 sollen dann die Ergebnisse vorliegen. Spannend wird vor allem die Frage, wie der demographische Wandel künftig institutionell aufgehängt wird. Auf dem Kongress erläuterte Dr. Christiane Liesenfeld, Referatsleiterin aus dem rheinland-pfälzischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie die Elemente der Steuerung in Rheinland-Pfalz: Interministerielle AG und Demographie-Check (siehe Artikel unten). Die SPD fordert in ihrem Papier das Thema "ab der nächsten Legislaturperiode auf Bundesebene in Regierung und Parlament institutionell und operational" zu verankern.

Die entscheidende Frage, angesichts der unterschiedlichen Auffassungen in diesem Themenfeldern, wird sein: Welche Wirkung kann die Demographie-Strategie 2.0 der Bundesregierung noch entfalten, wenn sie im Mai 2013, vier bis fünf Monate vor der Bundestagswahl, beschlossen wird. Und wie viel bleibt von ihr nach der Bundestagwahl?

Carsten Köppl, Programmleiter Demographie-Kongress


Demographiesensible Personalpolitik war eines der Kernthemen beim 7. Demographie-Kongress.

Hier einige wichtige Zitate aus dem Hauptprogramm des7. Demographie-Kongresses:

Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im BMI bei Eröffnung des 7. Demographie-Kongresses


"Unsere Wirtschaft beruht auf Innovationen und der Handlungsfähigkeit der Bürger. Deren Wissen und Können optimal einzusetzen, ist die zentrale Herausforderung. (…)Dafür ist ein vorausschauendes Personalmanagement unabdingbar. Der Bund hat dafür Leitlinien erlassen, mit denen genau ermittelt werden kann, in welchen Bereichen Personal ausscheidet. Damit ermögliche dieses Instrument eine gezielte Einstellungs- und Weiterbildungspolitik."

Peter Heesen, Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes DBB


"Der Bürokratismus, der häufig noch der Gewinnung ausländischer Fachkräfte im Wege steht, muss abgebaut werden. Viele, die gut sind, werden nicht auf den deutschen Arbeitsmarkt gelassen, weil die Bürokratie bei der Prüfung ihrer Berufsabschlüsse sie daran hindert. Das können wir uns nicht länger erlauben."

Dr. Günter Krings, stellv. Vorsitzender der CDU / CSU-Bundestagsfraktion


"Qualifizierte Zuwanderer sollten zu uns kommen. Aber es darf keine reine Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme werden. Das Band zwischen Zuwanderung und konkretem Arbeitsplatz sollte erhalten bleiben.“

Dr. Katrin Suder, Leiterin Public Services Sector bei McKinsey & Company


"Die Zahlen sind alarmierend, aber es gibt Lösungen. Nehmen sie die Herausforderung an! Jede Verwaltung braucht gute und qualifizierte Mitarbeiter. Der Öffentliche Dienst hat etwas zu bieten, eine Aufgabe für das Gemeinwohl zu erfüllen hat bei den Beschäftigten einen hohen Stellenwert."

Der 7. Demographie-Kongress war ein toller Erfolg! Knapp 400 Teilnehmende und rund 90 Referentinnen und Referenten im Hauptprogramm, in Diskussionsrunden und in fünfzehn Fachforen haben die Veranstaltung mit guter Stimmung, interessanten und impulsgebenden Vorträgen, Präsentationen und Diskussionsbeiträge mitgestaltet. Wir haben uns über die rege Teilnahme, die gut besuchten Foren, die vielen Gespräche am Rande des Programms und viel positives Feedback sehr gefreut.

Für uns beginnen nun die Vorüberlegungen zum 8. Demographie-Kongress. Der Termin wird demnächst hier veröffentlicht. Im Frühjahr 2013 werden wir mit der Aussendung eines Call for Papers wieder in die intensive Programmplanung einsteigen.


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